Die Neuseeländer
Die Neuseeländer bzw. "Kiwis" - wie sie sich in Anlehnung an ihre Nationaltier den Vogel "Kiwi" oft selbst nennen - sind ganz nach der üblichen internationalen Meinung vor allem ein geduldiges, witziges und herzensgutes Volk. Der Alltag eines Neuseeländers wird in der Regel nicht durch Pflicht und Hektik, sondern durch Gelassenheit und jede Menge Lebensfreude dominiert. Ein Land das seine Rugby-Nationalmannschaft vor jedem Spiel einen für die meisten Nicht-Neuseeländer immer noch seltsam anmutenden Maori-Tanz aufführen lässt oder dessen Premierminister auch mal in You-Tube Videos auftritt, ist schon etwas ganz besonderes. Das Geheimrezept: Die Neuseeländer nehmen sich selbst nicht all zu ernst und ziehen mit ihrer "ganz besonderen" Art jeden Besucher in ihren Bann.
Neuseeland gehört mit circa 4 Millionen Einwohnern auf knapp 269.000 km² Fläche zu den am dünnsten besiedelten Ländern der Welt. Dabei kann zusätzlich zwischen der Nord- und der Südinsel des Landes unterschieden werden. Während sich allein in der Metropolregion Auckland knapp 1,3 Millionen Menschen ballen, hat die Südinsel, die größere der beiden Inseln, insgesamt nur eine Millionen Einwohner. Verglichen mit dem Nachbarland Australien (2,6 Einwohner pro km²) ist aber auch Neuseeland mit 16 Einwohnern pro km² vergleichsweise eng besiedelt.
Doch hat die Einwohnerzahl mit einer Verdopplung seit dem Jahr 1956 in jeden letzen Jahrzehnten enorm zugenommen. Der Grund hierfür ist, im Gegensatz zu hohen Geburtsraten in anderen Ländern mit hohen Bevölkerungszuwachs vor allem die Zuwanderung. Heute sind knapp 23 Prozent aller Neuseeländer nicht in Neuseeland geboren. Dieser hohe Migrationsanteil äußert sich auch in der ethnischen Zusammensetzung der neuseeländischen Bevölkerung. 67,6 Prozent der Neuseeländer sind sogenannte Pakeha, Neuseeländer europäischer Abstammung. Dies sind Nachfahren der europäischen Siedler der letzten Jahrhunderte unter anderem von den britischen Inseln, aus Deutschland, Italien, Polen und den Niederlanden. Die neuseeländischen Ureinwohner, die Maori, bilden mit 14,6 Prozent der Einwohner die zweitgrößte Bevölkerungsgruppe des Landes. Der restliche Anteil setzt sich Zusammen aus den verschiedensten Gruppen von Migranten wie zum Beispiel 9,6 Prozent Asiaten oder 6,9 Prozent Migranten von den Pazifischen Inseln. Wichtig hierbei ist, anzumerken, dass jeder Neuseeländer die Möglichkeit hat sich mehreren Bevölkerungsgruppen respektive keiner Bevölkerungsgruppe zugehörig zu fühlen.
Das Durchschnittsalter der Neuseeländer beträgt knapp 36 Jahre (vgl.: 42,1 Jahre in Deutschland), pro Frau werden durchschnittlich 1m79 Kinder geboren und die Lebenserwartung der neuseeländischen Männer liegt bei 75,34 Jahren, während neuseeländische Frauen durchschnittlich das 81. Lebensjahr erreichen.
In Neuseeland ist das Christentum vorherrschende Religion. Dennoch bezeichnen sich 32 Prozent der Neuseeländer als Konfessionslos (vgl. 39,4 Prozent in Deutschland darunter u.a. 23,6 Prozent in Bayern und 81,7 Prozent in Sachsen-Anhalt). Der größte Teil der neuseeländischen Christen verteilt sich auf die drei hauptsächlich vertretenen Glaubensgemeinschaften, die römisch-katholische Kirche (14 Prozent), die anglikanische Kirche (13 Prozent) und die presbyterianische Kirche (10 Prozent). Zusätzlich gibt es eine reihe kleiner christlicher Gruppierungen sowie Anhänger der neuseeländischen Ratana-Kirche, Buddhisten, Juden, Hindus und Muslime.
Auckland
Wellington
Christchurch
Methven




