Flora und Fauna in Neuseeland
Wenn etwas die Touristen in Neuseeland regelmäßig in Atem hält dann sind es die Neuseeländischen Landschaften und ihre einmalige Tier und Pflanzenwelt. Neuseeland ist eine der wenigen Inseln auf der Welt, die schon seit sehr langer Zeit von allen anderen Landmassen getrennt ist und konnte in dieser Zeit seine ganz eigene und außergewöhnliche Flora und Fauna entwickeln.
Rund 85 Prozent der Pflanzen und auch ein großer Teil der Tierarten in Neuseeland sind endemisch, also in ihrer Verbreitung nur auf das Gebiet Neuseelands beschränkt. Während jedoch nor vor Eintreffen der ersten Siedler 80 Prozent der Fläche Neuseelands mit Wäldern bedeckt war, sind es heute nur noch knapp 30 Prozent, von denen alleine fünf Prozent aus schnell wachsenden, nicht-einheimischen Kiefern und Mammutbäumen bestehen, welche zur Forstwirtschaft angebaut wurden. Immer wieder wird das Landschaftsbild des Landes durch kahl gerodete Hügel und Flächen geprägt, ein weiteres Zeichen der Fortschreitenden Einnehmung der Flora und Fauna des Landes durch den Menschen. Um sich vor dieser fortschreitenden Gefährdung der Natur zu schützen, sind bereits gut ein Drittel der Fläche Neuseelands zu Naturschutzgebieten und Nationalparks erklärt wurden.
Die wohl bekanntesten Vertreter der neuseeländischen Fauna sind das Nationaltier, der Kiwi und der besonders bei Touristen beliebte, freche Kea. Während der Kiwi jedoch vor allem durch die von Siedlern eingeschleppten Raubtiere bedroht wird und nur noch sehr selten auf den Inseln anzutreffen ist, bekommt man den Kea durchaus auch in freier Wildbahn zu Gesicht. So ist zum Beispiel das kleine Örtchen Arthurs Pass Village am alpinen Übergang über die Südpolen auf der Südinsel Neuseelands ein Touristenmagnet, da dort eine Gruppe Keas ihr Unwesen treiben und Touristen bespaßen und nicht all zu selten auch ärgern.
Ebenfalls außergewöhnlich an der neuseeländischen Fauna: Bis zum Eintreffen der ersten Siedler auf den Inseln waren frei Fledermausarten die einzigen Landsäugetiere des Landes. Dieses Fehlen der hierzulande üblichen Säugetiere wie vor allem Wiesel, Ratten, Katzen etc. machte vor allem die Ausprägung der verschiedensten Vogelarten im Land möglich. Währenddessen haben sich im Meer und in Meeresnähe vor allem die noch heute auch bei Touristen beliebten Wale, Delfine, Pinguine und Seebären verbreitet.
Eine weitere Besonderheit: Neuseeland gehört zu einer Hand voll Länder der Erde in denen es keinerlei terrestrische Schlangen gibt. Lediglich frei Arten Seeschlangen kann man in den Gewässern vor den Küsten Neuseelands entdecken. Im Gegensatz zum Nachbarland Australien besteht in Neuseeland also keinerlei Gefahr vor gefährlichen Tieren. Lediglich eine giftige Spinnenart, die Katipo, ist in Neuseeland heimisch. Zum Vergleich: In Deutschland leben fünf als giftig eingestufte Tiere.
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